Prozesskostenrechner 2026: Anwalt & Gericht berechnen.
Ein Streit vor Gericht wird oft teurer als der ursprüngliche Konflikt. Berechne hier das finanzielle Risiko für 1. und 2. Instanz anhand des Streitwerts – egal ob als Privatperson, Vermieter oder Unternehmen.
Streitwert festlegen.
Wähle deinen Streitwert aus. Die Ausgabe rechts zeigt dir sofort, welche Kosten bei einem Rechtsstreit ungefähr auflaufen können.
Das ist die Summe, die für deinen eigenen Anwalt, den gegnerischen Anwalt und die Gerichtskosten bei Verlust über 2 Instanzen zusammenkommen kann.
Wie berechnet sich der Streitwert eigentlich?
Der Streitwert (auch Gegenstandswert genannt) ist die finanzielle Basis für die Berechnung aller Gerichts- und Anwaltskosten nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) und GKG (Gerichtskostengesetz). Je höher der Streitwert, desto teurer der Prozess. Aber wie ermittelt man diesen Wert? Das hängt stark davon ab, wer streitet:
1 Privat & Arbeitnehmer
Geht es um eine Kündigungsschutzklage im Arbeitsrecht, ist der Streitwert in der Regel das Brutto-Quartalsgehalt (3 Monatsgehälter). Geht es um Schadenersatz nach einem Verkehrsunfall, entspricht der Streitwert der exakten Schadenshöhe (z.B. Reparaturkosten von 4.500 € = Streitwert 4.500 €).
2 Vermieter
Für Vermieter wird es schnell teuer: Bei einer Räumungsklage wegen Mietrückstandes beträgt der Streitwert in der Regel die Jahreskaltmiete. Vermietest du eine Wohnung für 1.000 € Kaltmiete, beträgt der Streitwert allein für die Räumung 12.000 €! Hinzu kommen noch die eingeklagten, offenen Mietrückstände.
3 Unternehmen (Firmenrechtsschutz)
Bei Firmen entspricht der Streitwert meist exakt der strittigen Summe – etwa bei offenen Forderungen (Inkasso) gegenüber Kunden, bei Vertragsverletzungen von Lieferanten oder bei Wettbewerbsstreitigkeiten. Ein Streit um eine unbezahlte Maschinenlieferung für 50.000 € bedeutet auch ein Prozessrisiko basierend auf diesen 50.000 €.
Warum Rechtsschutz?
Wie der Rechner zeigt, können die Kosten für einen Rechtsstreit schnell das eigene Budget sprengen – insbesondere wenn man verliert und die Kosten der Gegenseite (außer in der 1. Instanz im Arbeitsrecht) mitbezahlen muss. Eine gute Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten, sodass du dein gutes Recht ohne finanzielles Risiko durchsetzen kannst.
Tiefer eintauchen
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du hier die wichtigsten nächsten Seiten – klar sortiert statt versteckt im Menü.
Was kann ein Streit grob kosten?
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Die Berechnung ist bewusst grob und dient nur zur Orientierung.